Montag, 10. August 2015

Geht's noch, Herr Kauder?

Manche Leute sollten im zarten Rentenalter von 65 Jahren ganz schnell von der politischen Bühne abtreten.
So ganz besonders Volker Kauder, seines Zeichens Fraktionschef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er beabsichtigt nämlich, so kann man aufgrund seiner Aussage in der «Welt am Sonntag» jedenfalls vermuten, Abgeordnete der Union zukünftig als Stimmvieh zu missbrauchen. Die Mitglieder des deutschen Bundestages sollen nicht mehr ihrem Gewissen folgen, sondern gefälligst im Sinne der Bundesregierung abstimmen.

 "Diejenigen, die mit Nein gestimmt haben, können nicht in Ausschüssen
 bleiben, in denen es darauf ankommt, die Mehrheit zu behalten:
 etwa im Haushalts- oder Europaausschuss"

hatte der Mensch doch tatsächlich in die Öffentlichkeit geprustet.
Geht's noch, Herr Kauder? Mit solchen Äußerungen disqualifizieren Sie sich nach meiner Meinung nicht nur als Vorsitzender der Unionsfraktion, nein Sie wecken Zweifel in mir ob ihrer demokratischen Gesinnung.
Schon mal was von parlamentarischer Demokratie gehört?
Anscheinend nicht und auch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hat sich
offensichtlich trotz Ihrer langen Politikerlaufbahn immer noch nicht in ihrem Bewußtsein manifestiert. Denn sonst wüssten Sie:

"Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen."

Na, von welchem Artikel ist hier wohl die Rede?


Samstag, 20. Juni 2015

Freistaat und Atomstrom

Nun steht ja demnächst die Rückholung des Atommülls aus den Wiederaufbereitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien an und damit stellt sich die Frage, wo denn dieses Dreckzeug künftig zwischengelagert werden soll. Aus diesem Grund hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zusammen mit den vier AKW-Betreibern E.ON, RWE Vattenfall und EnBW Eckpunkte erarbeitet, wonach der Müll in Castoren an die AKW-Standorte Brokdorf, Philippsburg und Biblis sowie Isar in Bayern verbracht werden soll.
Dazu meinte Staatskanzleichef Marcel Huber: "Einseitige Festlegungen des Bundes hier sind politisch unklug und dreist" und  "wenn der Bund hier allein entscheiden will, stellt er eine Einigung bei der Energiewende insgesamt infrage."
 
                         Ich glaube, Fön macht blöd! 

Anders kann ich mir nicht erklären, wie man solch dummes Zeug labern kann. Anständig Strom erzeugen und damit auch entsprechend viel Müll produzieren ist ok, aber den Mist auch noch im schönen weiß-blauen Bayern zu lagern, das geht dann doch wohl entschieden zu weit.
Was hier aber wirklich zu weit geht ist die bayerische asoziale Selbstgefälligkeit, ganz nach dem Motto "Mia san mia". Soll sich doch der Rest der Republik gefälligst mit dem freistaatlichen Atomdreck herumplagen.

Ähnlich sieht es mit den ungeliebten Hochspannungstrassen aus, die den Windstrom aus dem hohen Norden in die heile Welt bringen sollen. Die Dinger verschandeln doch nur die über alle Maßen schützenswerte bayerische Landschaft, sollen sich doch die Baden-Württemberger/Hessen die Masten in die Vorgärten stellen.

Sollten die Griechen wirklich aus der Eurozone austreten, täte mir das schon sehr Leid, zumal ich mir da einen weitaus interessanteren Austritt vorstellen könnte:  
                                   Der Freistaat Bayern verlässt die Bundesrepublik. 
Wenn ich da Herrn Seehofer höre, meine ich zu verstehen, dass das für sein schönes Land sowieso das Beste wäre.
Und wir müssten uns nicht mehr über den Unsinn ärgern, der von der CDU-Schwester in Berlin verzapft wird.

Sonntag, 17. Mai 2015

Bundesrepublik Deutschland bald 51zigster US-Staat?

Kann es sein, dass die Kanzlerin nicht aller Deutschen, Frau Angela Merkel, ihr Volk nach Strich und Faden verarscht und hinter unser aller Rücken bei Barack Hussein Obama II um eine Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland als 51zigster Staat der USA bettelt?

Für mich als enthusiastischer Verschwörungstheoretiker weist schon das ganze Herumgedruckse unserer Regierung hinsichtlich der Freihandelsfalle TTIP darauf hin, das Tüpfelchen auf dem i ist jedoch, wenn man mit anschauen muss, wie tief Teile der Bundesregierung in das Gedärm der US-Administratoren vordringen und dort um die Erlaubnis zur Veröffentlichung der NSA-Selektorenliste anfragt.

Sollte es also demnächst so aussehen?










 
Geht's noch? Die Bundesrepublik Deutschland ist ein souveräner Staat und braucht niemanden um Erlaubnis zu fragen wenn es darum geht, etwaige Gesetzesverstöße aufzudecken.
Im Übrigen sollten auch die Amerikaner daran interessiert sein, den Verdacht der Industriespionage zu entkräften!

Mittwoch, 29. April 2015

DFB-Pokalhalbfinale 2015

Na also! Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn sich der Boss der 'Mia san Mia'- Kicker aus München nach diesem verkackten Halbfinale nicht zu Wort gemeldet hätte. Dabei hat er allen Grund dazu, den Ball flach zu halten, wenn er Peter Gagelmann wegen zwei nicht gegebener Elfmeter scharf kritisiert und ihm einen Optiker empfiehlt. 
Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, diese Empfehlung auch gegenüber dem Schiedsrichter des DFB-Pokalfinales 2014, Florian Meier, ausgesprochen zu haben. Der hatte nämlich den Torklau Dantes ebenfalls nicht gesehen.
Also schön ruhig bleiben und hinnehmen, dass der Fußballgott diesmal die Recken des BVB ein bisschen lieber hatte!

Freitag, 9. Mai 2014

DFB-Pokalfinale 2014

Gestern wurde ich gefragt, wie denn wohl der diesjährige Pokalsieger heißen wird. Nach einem kurzen Augenblick des Zögerns antwortete ich: „Frankfurt wird ’s wohl werden.“ Der Fragesteller schaute mich verdattert an und meinte, dass er wohl eher an das Finale der Herren in Berlin gedacht hatte.

„Das war doch wohl nur eine rhetorische Frage“ entgegnete ich und zählte ihm dann die Fakten auf:



  1. In den letzten acht Begegnungen in der Bundesliga verließen die Borussen fünfmal als Sieger den Platz und nur einmal konnten die Bayern gewinnen. Zwei Spiele endeten unentschieden.

  2. Im DFB-Pokalfinale 2012 führte Borussia Dortmund den FCB regelrecht vor und gewann mehr als verdient und ebenso deutlich mit 5:2. Ein Jahr später konnten die Bayern mit einem durch Robben in der 43. Minute erzielten Tor gewinnen. Ein solche Ergebnis lässt aber nun wirklich keine Dominanz des FCB erkennen.

  3. Das Finale der Champions League in Wembley gewannen die Bayern glücklich in der 89. Minute eines mitreißenden Spiels durch ein sogenanntes „Kacktor“, wiederum von Robben getreten. Überlegen waren die Isarkicker dabei nun wirklich nicht.
    63 Tage danach sah die Welt schon wieder anders aus. Borussia Dortmund entzauberte den frisch gebackenen Triple-Sieger regelrecht und schickte die keineswegs schwache Crew von Pep Guardiola nach einer rasanten und hochklassigen Partie verdient mit 4:2 in die Kabine.

  4. Aber auch ein indirekter internationaler Vergleich sei mir gestattet. Der gemeinsame Gegner in dieser Saison, Real Madrid, hat im laufenden Wettbewerb der Champions-League bisher nur einmal verloren und das ausgerechnet gegen Borussia Dortmund. Die Königlichen aus Madrid zogen dagegen „La bestia negra“ die Zähne und ließen die Bayern zuhause mit der deutlichen Pleite von 4:0 ein weiteres Debakel erleben.



Noch Fragen?

Dienstag, 22. Oktober 2013

Wirtschaft entsetzt über die Pläne der großen Koalition

So, so, da ist Arbeitgeberpräsident Hundt also ernsthaft besorgt, dass bei der Einführung eines Mindestlohnes von 8,50 € ca. 1,2 Millionen Menschen ihren Job verlieren werden. 
Darüber hinaus, so habe ich Herrn Hundt verstanden, würde diese Hürde gerade den geringqualifizierten sowie den jungen Arbeitnehmern Einstieg in Arbeitswelt unmöglich machen.
Wenn im Falle einer Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes diese Stellen also gestrichen werden müssen, scheinen sie so wichtig nicht gewesen zu sein. 

Will Herr Hundt mit seiner Warnung etwa zum Ausdruck bringen, dass die Wirtschaft die Niedriglohnempfänger nur im Bewusstsein ihrer sozialen Verantwortung beschäftigt, sich aber zukünftig derartige Gefühlsduseleien nicht mehr erlauben wird?

Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte.


Quelle: Die Welt

Mittwoch, 18. September 2013

BVB: CL 2013/2014




Wie nicht anders zu erwarten, ist der BVB schon wieder in eine Hammergruppe geraten. Die Gunners, Marseilles und Neapel sind diesmal die Gegner in der Gruppenphase. Läßt man die vergangene Saison noch einmal genussvoll an seinem geistigen Auge Revue passieren, kann man doch verhalten optimistisch sein, zumal da noch zwei alte Rechnungen offen sind.

Freitag, 13. September 2013

Bemerkungen zum TV-Spot der CDU

In einem TV-Spot zur Bundestagswahl richtet die Kanzlerin nicht aller Deutschen das Wort an das gemeine Wahlvolk.


Das hat sie gesagt und so habe ich es verstanden:


Es gibt Momente, da steht viel auf dem Spiel. In der Eurokrise zum Beispiel, wenn es darum geht, den Bänkern Zucker in den Arsch zu blasen und das Volk blöd aussehen zu lassen. Oft betreten wir auch Neuland, wie zum Beispiel das Internet, denn NSA und Prism sind böhmische Dörfer für mich und die meisten meiner Minister(innen).
Als Kanzlerin treffe ich Entscheidungen für unser Land, meistens sitze ich die Probleme der Menschen in Deutschland jedoch aus.
Ich muss sicher sein, dass wir auch das Richtige für das obere Viertel der Bevölkerung tun. Das Richtige ist nicht immer, was am Lautesten gefordert wird, wie zum Beispiel die Bekämpfung der Altersarmut. Das Richtige ist, was am Ende den Menschen mit den großen Einkommen hilft.
Deutschland steht heute gut da, bleibt allerdings die Frage, ob es nicht besser dastehen könnte? Eine starke Wirtschaft nicht zuletzt dank der 1,4 Milliarden jährlich geleisteten unbezahlten Überstunden, mehr Menschen, wenn auch in teilweiser prekären Beschäftigung, als je zuvor.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das haben wir gemeinsam geschafft. Das darf jetzt nicht aufs Spiel gesetzt werden durch höhere Steuern und Mehrbelastung für die deutsche Wirtschaft. Das wäre nicht gut für die Reichen in Deutschland.
Ich will, dass wir als Bundesregierung auch in Zukunft gemeinsam bei der Demontage der sozialen Marktwirtschaft erfolgreich sind, durch weniger gute Arbeit und schlechte neue Ideen.
Ich will, dass wir ein faires Land sind, wobei ich es als überaus fair empfinde, wenn die Reichen immer reicher und die Armen immer Ärmer werden. Ich will ein Land, in dem die Stärkeren den Schwächeren helfen, indem die arbeitslosen Jugendlichen die alten Rentner beim Flaschensammeln unterstützen.
Ich will kein Land, in dem die belohnt werden, die etwas leisten, kein Land in dem wir unseren Kindern die besten Chancen bieten. Das ist mein Ziel als Kanzlerin. Dafür bitte ich Sie um Ihre Unterstützung. Am 22. September mit beiden Stimmen für die CDU. Gemeinsam schaffen wir das.

Ich hoffe nicht.

Auch Rayk Anders hat den Wahlspot analysiert:


Donnerstag, 29. August 2013

BVB: Champions League 2013/2014

So, nun ist es raus: Die Gegner Borussia Dortmunds in der Gruppenphase der CL 2013/2014 heißen FC Arsenal, Olympique Marseille und SSC Neapel
Unbequeme Mannschaften, von denen zwei noch eine Rechnung beim BVB offen haben. Ich bin überzeugt davon, dass unsere Jungs an ihre Leistungen aus der letzten Saison anknüpfen werden und freue mich auf schöne und spannende Spiele des BVB. Nur eine Bitte habe ich: Macht' s nicht zu spannend Jungs!

Sonntag, 28. Juli 2013

Kostengünstiger Postverteiler?

"Nehmen wir mal an, die Post eines fernen Staats – nennen wir ihn Big Brothestan – würde eine schnelle Luftpostverbindung von und nach Europa anbieten, praktisch kostenfrei. Die Frachtflugzeuge landen im Stundentakt auf fast allen größeren Flughäfen. Über den Umweg Brothestan könnten Sendungen fast genauso schnell, aber deutlich kostengünstiger, von Hamburg nach München transportiert werden als mit der Bahn." Hier weiterlesen:  Post aus Big Brothestan